Ozeanium Zoo Basel

Zusätzliche Bauinformationen

Baujahr

2012-2024

Ort

4051 Basel BS

Beschreibung

Durch die unterirdische Anordnung eines Grossteils der Ausstellung kann der sichtbare Baukörper in einer entsprechenden Massstäblichkeit auf den Ort reagieren. Über Auskragungen, leichte Ausrundungen und gezielte Perforation findet das Gebäude seine Verankerung und Bezüge zur Stadt. Das Ozeanium erscheint durch das gewählte architektonische Konzept nach aussen monolithisch und geheimnisvoll, quasi ein Fels in der Brandung. Nur partiell wird die Nutzung über die Öffnungen preisgegeben. Der Besucher wird eingeladen, sich auf eine Entdeckungsreise durch die Weltmeere zu begeben. Die Architektur versucht, den Weg durch die Weltmeere mit einer besonderen Materialisierung zu würdigen. Es soll gewissermassen ein Schnitt durch einen Fels in der Brandung gelegt werden, welcher bis tief in die Welt der Meeresbewohner eindringt. Dazu sollen im Inneren vor allem gestampfte Lehmwände mit unterschiedlichen Fels- und Sedimentgesteinen angereichert werden, die im übertragenen Sinne die Rifflandschaften der Weltmeere thematisieren. In den Obergeschossen sollen dann die Innenwände erdnaher formuliert werden, diese entschwinden gewissermassen der Unterwasserwelt. Das gleiche Prinzip soll auch bei der Aussenfassade zur Anwendung kommen. Allerdings sollen die Aussenwände aus gestampftem Trasskalk sein. Wiederum entwickelt sich die Mischung mit zunehmender Höhe feiner und heller und erdnaher. Das räumliche Konzept des Aquariums basiert auf der Idee der kontrollierten Raumabfolge. Jedes Aquarium soll dabei seine eigene Raumgeometrie bekommen. Die Ausstellung präsentiert sich demzufolge als Kontinuum von präzis gefassten Räumen, welche immer wieder zum stillen Verweilen einladen, ohne dabei den Fluss der Ausstellung zu brechen.

Text: © Boltshauser Architekten AG

  • Architektur: Boltshauser Architekten AG, Zürich, Roger Boltshauser
    Projektleitung: Jan Schlüter
    Stellv. Projektleitung: Ania Tschenett
    Mitarbeit: Markus Boltshauser, Lisa Looser
  • Lehmbau: Martin Rauch, Lehm Ton Erden Baukunst GmbH, Schlins
Weitere Beteiligte
  • Fachplaner Aquariumstechnik: Coutant Aquariums, La Rochelle (Frankreich)

  • Landschaftsarchitektur: Müller Illien Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich

  • Fachplaner Statik: Schnetzer Puskas Ingenieure, Basel

  • Fachplaner HLK: Waldhauser + Hermann AG, Basel

  • Fachplaner Sanitär: Gemperle Kussmann GmbH, Basel

  • Fachplaner Bauphysik: Basler & Hofmann AG, Zürich

  • Fachplaner Elektrotechnik: IBG B. Graf AG Engeneering, Winterthur

© Bilder: